Die Schattengrenze

Die Schattengrenze

Im November mal ein richtig supergutes Buch gelesen!
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Das Buch „Die Schattengrenze“ von Dieter Wellershoff erschien im Februar 1971 im Rowohlt Taschenbuch Verlag. Es besteht aus 5 Kapiteln.

Inhalt
Der Protagonist des Buches wird straffällig. Er merkt, man kommt ihm auf die Spur! Er hat Angst. Versucht zu verdrängen. Alkohol. Prostituierte. Hilft nicht. Trotzdem Angst. Große Angst. Sie wird stärker und immer stärker. Er kommt nicht mehr zur Ruhe. Panik. Das Gefühl, bedroht zu werden. Werden ihm Fallen gestellt? Soll er fliehen?

Meinung
Cover: man kann gar nicht richtig erkennen, was darauf abgebildet ist. Alles ist verschwommen. Geht es nicht Personen, die Angst haben ähnlich? Dass sie Dinge nicht mehr klar wahrnehmen, sondern etwas verzehrt?
Sprache/ Stil: Der Autor spielt gekonnt mit der Sprache. Sie ist nicht immer fließend, sie ist manchmal auch abgehackt, wodurch der Autor die Zerfahrenheit des Protagonisten gut rüberbringt. Andere Sätze werden von Zeit zu Zeit wiederholt. Der Leser merkt, dass der Protagonist nicht nur eine Steigerung der Angst empfindet, sondern zudem auch immer verwirrter wird. Das ist sehr gut dargestellt- jedoch musste ich das Buch mehrmals absetzen.
Es wird gut geschildert, was für Ausmaße eine Straffälligkeit haben kann, was für Konsequenzen. Im Handeln: Der Alkoholkonsum, um zu verdrängen. Obwohl es nicht hilft, wird weiter getrunken. Die Gedankenwelt: wie ich- zentriert. Wie focussiert auf sich selbst und das falsche Handeln. Wie wenig Platz ist da noch für andere Gedanken?

Fazit
Beim Lesen des Buches ging mir die Frage „Ist Schreiben nur Handwerk oder ist es Berufung?“ durch den Kopf. Dieser Autor hat das Schreibhandwerk ganz eindeutig zu seiner Berufung gemacht. Das Buch ist nicht zu übertreffen.
Das Buch ist jedoch nicht zu empfehlen für Personen, die an einer Angsterkrankung leiden.

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Ein Kommentar zu „Die Schattengrenze

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