Montagsfrage #19

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Montagsfrage: Was muss ein Buch haben, um für dich als Lese-Highlight zu gelten?

Die heutige Frage hat sich die liebe Linda von Dufttrunken ausgedacht – danke schön! 🙂

Schwierige Frage.
Ich würde sagen, es ist eine Kombination von verschiedenen Faktoren, die ein Buch zu einem Lesehighlight macht. Je nach Genre unterscheiden sich diese Faktoren. Ich kann ja nicht von einem Sachbuch erwarten, dass die Spannung immer mehr ansteigt… 🙂

Allgemein:

* Ein Faktor, der mir wichtig ist, ist der Stil/ der Sprachgebrauch. Ich habe vor einigen Wochen ein Buch gelesen von Johann Bojer. Der Stil allein hat mir so gut gefallen, das ich mir sofort ein nächstes Buch von ihm gekauft habe.
* Charaktere, die sich entwickeln. Charaktere, die das „gewisse Etwas“ haben- die einem zu denken geben, die einen nachdenklich machen, die einen innerlich beschäftigen. So dass man, wenn man gar nicht liest, trotzdem ständig an die Person denkt.
* Perspektivwechsel. Wenn in einem Buch nicht die ganze Zeit aus der Sicht des allwissenen Erzählers erzählt wird, sondern zwischenzeitlich in die „Ich Perspektive“ gewechselt wird- super.

Krimi/ Thriller
* Nervenkitzel. Nicht zu viel Blut. Spannung. Miträtseln müssen und „in die Irre geführt werden“. Innere Monologe vom Täter oder Opfer. Nicht zu viele nervige Dialoge.
* Ich möchte nicht das Gefühl haben „so etwas in der Art habe ich schon 100 Mal gelesen.“
Ich möchte das besondere. Ein gutes, aber auch umstrittenes Beispiel dafür ist für mich die „Victoria Bergman Trilogie“ von Eric Axl Sund.
* Spannung.Richtig extreme Spannung. Das man das Buch nicht aus der Hand legen kann. Man muss es zu Ende lesen und erst dann kann man einschlafen…

Fantasy
* Glaubwürdigkeit der Welten. Erschafft ein Autor fremde Welten, empfinde ich den Aufbau als logisch oder unlogisch? Wie ist die Intensität der Schilderung der fremden Welt?
*Geniale Ideen. Das Fantasy Buch muss eine „wow“ Idee enthalten- eine Idee, bei der ich denke: „Wow, wie kommt ein Mensch auf so etwas?“ Wenn aufgrund so einer Idee ein Buch entsteht, die Charaktere spannend sind und dann auch noch der Stil super ist- Highlight.

Historische Romane
* Geschichte war für mich das schlimmste Fach der Schule. Obwohl ich so oft dachte, es müsse ja interessant sein, hat keiner meiner Geschichtslehrer es geschafft, mich zu begeistern. Wenn ein Autor genau das schafft, das er in mir das Interesse an einer Epoche weckt, dann besteht die Gefahr, dass das Buch ein Highlight sein könnte.

Mehr fällt mir jetzt beim besten Willen nicht ein. Ich werde nun weiterlesen in „Die Nebel von Avalon“- eine Trilogie, die ein Highlight ist. Pures Lesevergnügen. Und da kommt noch ein ganz wichtiger Punkt: Wenn ein Buch so toll ist, das ich nur noch das Buch lese, und nicht zwischendurch andere Bücher anfange, dann ist es ein Highlight!
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Ein Kommentar zu „Montagsfrage #19

  1. Auch mir sind der Schreibstil und die Charakterentwicklung sehr wichtig. Perspektivwechsel mag ich manchmal gerne, aber eher wenn es von der allwissenden auf die personale Erzählebene wechselt, mit der Ich-Perspektive tue ich mich immer etwas schwer. Bei Fantasy bin ich ganz bei Dir, was die Glaubwürdigkeit der Welt angeht. Gerade in dem Genre meinen mache Autoren, sie müssten weniger auf Logik achten, dabei finde ich sie da noch viel wichtiger, denn wenn ich mich nicht in die Welt eindenken kann, komme ich nicht gut rein in die Geschichte.

    Liebe Grüße

    Claudia

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