2017 Schreibtipps

Diese Schreibtipps entstehen im Rahmen des Bücher ABC´s und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

A wie Anfangen
Wenn du eine Idee hast für eine Geschichte, und die Idee ergibt noch keine komplette Geschichte, kann es ein wichtiger Baustein sein. Nehmen wir mal an, du möchtest einen Krimi schreiben. Und du fährst mit einem Mal (im echten Leben) in einem Auto mit, das anders ist als andere Autos…irgendein Detail ist anders…und mit einmal kommt dir der Geistesblitz, das in diesem Auto eine Leiche transportiert werden könnte…fang an und notiere dir diesen Gedanken. Vielleicht kommen dann noch mehr Gedanken dazu.
Wenn du das grobe Gerüst hast für eine Geschichte- du musst schon anfangen, sie aufzuschreiben. Auch wenn der Anfang holperig klingt, vermutlich wirst du den später beim Überarbeiten sowieso wieder ändern.
Wenn du schreiben möchtest und du das Gefühl hast, du kannst es einfach nicht? Es gibt genug Kurse, in denen man das Handwerkszeug dazu vermittelt bekommt. Fang an!

B wie Bleib dran!
Wenn du beginnst zu schreiben, wird es nicht nur schöne Momente geben. Es wird Momente geben, wo dur vielleicht anfängst, an dir zu zweifeln. Du stellst dich selbst in Frage. Oder du bekommst vielleicht Kritik, die dich herunterzieht. Und du fragst dich „Wofür das Ganze?“ Wenn es dein Weg ist, bleibst du dran, die Kraft zu schreiben, der Drang, etwas zu erfinden, das nächste Werk zu beenden, deinen Gefühlen Ausdruck zu verleihen, er wird wiederkommen.
Und wenn du dich nicht an deinen Arbeitsplan halten konntest? Du wirst neue Pläne machen. Durchhalten. Und wenn was dazwischen kommt? Neue Pläne machen. Immer wieder. Du wirst immer wieder neu aufstehen. Bleib dran!

C wie… Charaktere
Hierzu kann man so viel schreiben… in jedem Fall kann ich nur empfehlen, sich mit Schreibratgebern auseinanderzusetzen, die über Charaktere schreiben. Leser wollen keine flachen Charaktere, sie wollen authetische Charaktere, die sich entwickeln. Deswegen sollte man sich mit diesem Punkt intensiv auseinandersetzen.

D wie … Demut
Nichts finde ich schlimmer wie arrogante Autoren. Autoren, die ihr erstes Buch herausgegeben haben und damit angeben, die sagen, wie großartig und toll es ist.
Es ist natürlich normal, sich über sein erstes Buch zu freuen. Man ist ja auch als Autor ein bisschen stolz darauf, es endlich geschafft zu haben. Man weiß nun, wieviel Arbeit da drin steckt. Das ganze Überarbeiten, die Suche nach einem Lektor und Covergestalter. Die Rückmeldung der Testleser. All das bringt Spaß. Und doch ist es Arbeit.
Trotzdem muss man nicht gleich abheben. Es ist das erste Buch und viele weitere werden folgen. Es ist einfach das erste Buch. Mehr nicht.

E wie Einfall
Einfälle sollen nicht verloren gehen. Darum ist es wichtig, sie zu notieren, auch wenn es nur Bruchstücke sind. Jeder Autor muss für sich selbst herausfinden, was für ihn der beste Weg ist. Notibuch, PC, Smartphone,…die Hauptsache ist, dass es einen Ort gibt, wo du deine Einfälle sammelst. Selbst wenn es nur Bruchstücke sind…je mehr kleine Notizen du dir machst, um so eher kommst du auf eine größere Idee. (siehe A wie Anfangen)

F wie „fertig machen“/ beenden
Dies ist eine ganz eigene Baustelle. Ein Buch zu beenden, das kann sehr schwer werden. Manche Autoren bekommen genau dann eine Blockade. Sie sind blockiert, weil sie spüren, dass ihr „Baby“ bald fertig wird. Die Angst, etwas zu beenden…
Und das beenden, das kann ein langwieriger Prozess werden, denn nach dem erfolgreichen Selblektorat schließt sich die Phase an, wo Testleser das Manuskript beurteilen. Und dann drückt man einem Lektor das Manuskript in die Hand… Fertig machen, das geht also nicht schnell, es ist ein langwieriger Prozess.